Interessantes & Wissenswertes

Was ist Beton?
Beton ist ein formbarer Baustoff, ein Gemisch aus Zement, Gesteinskörner (Sand und Kies) und Anmachwasser. Er kann außerdem Betonzusatzstoffe und Betonzusatzmittel enthalten.
Die Zusammensetzung des Betons ist von vielen Parametern, wie z.B. Festigkeitsklasse und Umweltbedingungen abhängig. Bei einem normalen Beton der Festigkeitsklasse C25/30 hat ein Kubikmeter als Mengenanteil ca. 300kg Zement, ca. 180l Wasser sowie ca. 1900kg Zuschläge, was einem Mischungsverhältnis (nach Gewichtsanteilen) von 1:0,6:6,3 entspricht .

Wie erhärtet Beton?
Zement bzw. Zementleim erhärtet nicht mit Hilfe der Luft bzw. durch “Trocknen“, sondern durch Reaktion des Zementes mit Wasser. Darum kann der Beton auch unter Wasser erhärten. Der Zementstein ist in Wasser nicht löslich. Diese Eigenschaften des Zementes kennzeichnen ihn als “Hydraulisches Bindemittel“.

Betongeschichte:
Der Name Beton kommt aus dem Altfranzösischen (bethyn/becton für Mauerwerk) und leitet sich vom lateinischen Bitumen (schlammiger Sand, Erdharz, Bergteer, Kitt) ab.
Dauerhafter Kalkmörtel als Bindemittel konnte schon an 10.000 Jahre alten Bauwerksresten in der heutigen Türkei nachgewiesen werden.
Gebrannter Kalk wurde von den Ägyptern beim Bau der Pyramiden verwendet.
Das Prinzip der Herstellung von Beton bzw. Gussmauerwerk war bereits den Römern bekannt. Die Römer bezeichneten als “opus caementitium“ eine Bauweise, bei der ein Gemisch aus Steinmehl, Wasser und gelöschtem Kalk – bzw. Mischungen aus Kalk und vulkanischer Asche oder Ziegelmehl – zwischen Mauerwerksschalen oder Holzschalungen eingebaut wurde. Damit wurden unter anderem die Aquädukte und die Kuppel des Pantheons in Rom, welche einen Durchmesser von 43 Metern hat und bis heute erhalten ist, hergestellt.
Ende des 18. Jhdts. Gezielte Erforschung der hydraulischen Kalke in England und Frankreich (von dort kommt die Bezeichnung “beton“).
Die Erfindung des Portlandzements durch J. Aspdin im Jahr 1824 leitete letztlich den modernen Betonbau ein.
Ab 1844 Brennen bei ausreichend hoher Temperatur, seit damals Zement und Beton im heutigen Sinn.
1856 Erste österreichische Zementerzeugung (Fa. Alois Kraft in Perlmoos bei Kufstein).

Pantheon Elephant Foto/Zeichnung